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Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.

(Albert Schweitzer)

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Patrick Jahnkegestorben am 2. Dezember 2015

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Dad
schrieb am 2. Dezember 2017 um 19.03 Uhr

Hallo Patty,

Es gibt keinen Tag an dem ich nicht an ich denke.. aber heute ist der Tag an dem du vor 2 Jahren aus dem Leben gerissen wurdest und es ist der schlimmste Tag im Jahr für mich.
Es ist heute schon 2 Jahre her und ich kann es immer noch nicht fassen.
Die Zeit vergeht so schnell und der Schmerz wird nicht weniger.
Ich weiß das du bei mir bist, aber ich vermisse dich so schrecklich und würde mir nichts mehr wünschen dich wiederzusehen.
Mal wieder deine Stimme hören, dein Lachen, deine komischen Kommentare, die ich sehr vermisse, auch wenn ich es nie so richtig gezeigt habe.
Ich hab dich gemocht, vor allem deine Art und das werde ich auch weiterhin tun, denn für mich bist du nicht tot, sondern in einer anderen Welt.
Du hast einen ganz großen Platz in meinem Herzen und ich hoffe das weißt du.
In den letzten beiden Jahren habe ich viel durchgemacht es gab Höhen und Tiefen. Aber ich habe Glück, da Andrea an meiner Seite ist, sie gibt mir Kraft und ist für mich da. Ich hoffe das bleibt noch sehr lange so!!!
Ich denke immer wieder zurück an die tolle Zeit die wir miteinander hatten und vermisse unsere Telefonate und unsere Treffen. Alles würde ich dafür geben mit dir Reden zu können oder dich um mich haben. Es zerreißt mich immer wieder aufs neue das es nicht geht, ich vermisse dich.
Was ist in diesem Jahr passiert- dein Freund Labbi fährt wieder zur See, nachdem er sein Patent erworben hat und Basti will wohl nach Rostock ziehen, sagte er als wir uns in Wolgast getroffen haben. Basti war dort, weil sein Opa Günther 69 wurde.. Ansonsten ist es Hase, mit dem ich ab und an kommuniziere, mit dem ich heute wieder an deinem Unglücksort war, um ein neues Kreuz aufzustellen und alles dort schön herzurichten. Ein schwieriger Gang, aber nun ist alles wieder chic dort. Mittler weile habe viele Telefonnummern gelöscht, von denen, die nur reden und nicht handeln bzw machen was sie versprochen haben.
Außerdem muss ich noch einmal zum Tätowierer, dann ist deine Geschichte auf meinem linken Arm geschrieben- ich hätte es mir lieber gespart, doch leider bist du gegangen und doch bist du jeden Tag hier, in meinen Gedanken, Träumen und vor allem im Herzen. Dein Bruder Toni ist auch tätowiert, ein Kreuz mit deinem Namen als Erinnerung an dich auf seinen Arm. So hat jeder seine Art, der es will, dich in ewiger Erinnerung zu behalten. Du merkst, nicht für jeden geht das Leben einfach so weiter, ohne dich hier unten.
So ich werde mal Schluss machen und wünsche dir dort, wo du nun bist, das aller aller beste. Grüße alle die wir kennen und wir sehen uns, wenn es soweit ist.

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Dad
schrieb am 22. Oktober 2017 um 11.42 Uhr

Himmel

Du fragst Dich oft, wo die Menschen hin gehen die sterben. Einige sagen, sie seien im Sarg in ihrem Grab und da bleiben sie auch. Andere erzählen Dir, sie sind in einer anderen Welt, und von wieder anderen hörst Du, sie seien im Himmel.

Du siehst nach oben und fragst Dich, wie das denn sein kann, dass da oben jemand ist. An einem sonnigen Tag, an dem der Himmel wolkenlos ist, scheint es Dir völlig unerklärlich, wie jetzt jemand da oben sitzen kann. Wenn da oben viele Wolken sind, dann leuchtet es ja ein, dass die Verstorbenen alle auf den Wolken sitzen. Aber wo sind die alle, wenn keine Wolken am Himmel sind?

Du kommst ins Grübeln. Wo sind die Verstorbenen denn dann? Du denkst an einen Menschen, der gestorben ist und den Du sehr gerne hattest. Woran denkst Du?

Du denkst an sein Lachen, an all die schönen Erlebnisse, die Du mit ihm hattest,an seine Stimme,an all die Dinge, die ihn besonders für Dich machten.

Wo ist dieser Mensch jetzt? Wieder und wieder erinnerst Du Dich an diesen Menschen und siehst ihn vor Dir, wenn Du die Augen zu machst. Noch einmal siehst Du zum Himmel, aber dort kannst Du ihn nicht sehen. Dort ist nichts, was Dich an ihn erinnert.

Jetzt erkennst Du es: Dieser Mensch ist im Himmel und dieser Himmel ist in Deinem Herzen. Wann immer Du möchtest kannst Du die Menschen, die gestorben sind, sehen, denn Du hast sie in Dir, in Deiner Erinnerung. In Deinem Herzen sind die Verstorbenen sicher, denn dort werden sie nicht verletzt, dort geschieht nichts Böses denn Dein Herz ist der Himmel.

Verfasser unbekannt

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Dad
schrieb am 20. September 2017 um 20.16 Uhr

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu verleugnen, macht keinen Sinn,
sie rüttelt mich immer wieder wach.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu übersehen, macht keinen Sinn,
sie umgibt mich immer wieder von allen Seiten.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu umgehen, macht keinen Sinn,
sie stellt sich mir immer wieder in den Weg.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu bedecken, macht keinen Sinn,
sie taucht immer wieder auf.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu füllen, macht keinen Sinn,
sie lässt mich immer wieder den Boden unter den Füssen verlieren.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu bekämpfen, macht keinen Sinn,
sie greift mich immer wieder an.

Was bleibt, ist die Leere.
Doch - sie hat den einen Sinn,
sie allein hält unsere Zweisamkeit aufrecht,
sie, dein letztes Vermächtnis an mich,
sie, der einzige Ort, an dem ich dir immer wieder begegnen kann.
Was bleibt, ist die tröstliche Leere.

Elisabeth Hahn

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Dad
schrieb am 13. März 2017 um 8.45 Uhr

Enttäuschung?
Ich war Samstag an deiner Unfallstelle und du hattest recht mit deinen Spruch Patty. Kaum einen interessiert es und all die Worte die in der Zeit im Dezember 2015 gesagt wurden, von wegen- klar schauen wir mal an der Unfallstelle vorbei, müssen ja oft vorbei oder klar melden wir uns nun öfter - ist Geschichte. Das Leben geht eben weiter und die meisten wissen gar nicht wie man sich fühlt, wenn ein Kind vor einem den Weg ins Paradies antritt und was all die leeren Worte in einem anstellen können. Aber was hilft jammern oder wütend sein, nichts. Andrea, Steffi, Tante Anke und Co, dein Kumpel Filip und dein Vadder sind bei dir und das ist entscheidend. Wollen wir dein Motto aufgreifen und dir sagen - hast recht mein Sohn, Nobody Cares, aber das gilt nicht für uns!

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Jens Kadur
schrieb am 15. Februar 2017 um 18.53 Uhr

Wer sagt die Zeit heilt Wunden,
der hat es nicht gesehen,
der hats noch nicht empfunden
wenn geliebte Menschen gehn.

Wer sagt es geht doch weiter,
das Leben und die Welt,
der kennt nicht diese Schwere,
die mich so oft befällt.

Wer sagt ich kanns verstehen,
er fehlt Dir halt so sehr,
und kennt die Schmerzen selbst nicht,
sagt besser gar nix mehr.

Wie will er denn verstehen,
steckt nicht in meiner Haut,
kennt nicht den Klos in meinem Hals,
der mir die Sprache raubt.

Ich weiß sie wollen helfen,
mit Worten gut gemeint,
doch ist das keine Hilfe
wenn man nicht mit mir weint.

Und andre schweigen einfach,
weil sie so hilflos sind,
Sie wolln mich nicht verletzen,
doch töten so mein Kind.

Ich will nicht euer Beileid,
das so kein Trost mir ist,
Was ich brauch ist ein Herz,
das nie mein Kind vergisst.

Ja, Trost das wär so einfach,
die Nähe, die entsteht,
bei dem Versuch zu trösten,
wenn man den Weg gemeinsam geht.

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jens kadur
schrieb am 3. Februar 2017 um 14.35 Uhr

Wenn dein Kind stirbt

Wenn DEIN KIND STIRBT bekommst Du lebenslänglich,
ohne jemals etwas verbrochen zu haben,
ohne Aussicht auf Begnadigung,
ohne Freigang,
ohne Hafterleichterung,
lebenslänglich trauern,
lebenslänglich unstillbare Sehnsucht,
lebenslänglich ein Meer von Tränen,
lebenslänglich quälende Fragen nach dem "WARUM"
lebenslänglich unter Unverständnis der Mitmenschen leiden,
der Zukunft beraubt,
irgendwann richtest Du Dich ein in Deinem Gefängnis,
manchmal fühlst Du Dich sogar wohl, kannst lachen, Dich freuen.
Du denkst Du hast Dich befreit,
doch dann ist da ein Lied, ein Duft, ein Wort,
ein Mensch auf der Straße der Deinem Kind sehr ähnlich sieht
und es wird Dir wieder klar,
Du hast lebenslänglich,
ohne jemals etwas verbrochen zu haben.

* Verfasser unbekannt

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Jens Kadur
schrieb am 18. Dezember 2016 um 11.20 Uhr


Alles ist anders geworden. Was zuvor wichtig war, ist unwichtig geworden. Am Anfang habe ich gedacht, der Schmerz und die Trauer werden irgendwann besser werden, einfacher zu ertragen sein. Aber diese werden nicht erträglicher! Ich begreife langsam, nachdem der Schock und die Betäubung vorbei sind, das Unfassbare, die Endgültigkeit und das Unabänderliche. die Sehnsucht nach dir bleibt und wächst von Tag zu Tag.

Der Tod ordnet die Welt neu. Scheinbar hat sie sich nicht verändert und doch ist die Welt für mich ganz anders geworden. Ich bin gezwungen, die Realität uneingeschränkt zu begreifen und es gibt zur Zeit keine Hoffnung, dass ich aus diesem Albtraum erwache und alles wieder "normal" wird.
In unserer schnelllebigen Zeit ist es schwer, mit Trauer im Herzen zu leben; in der Gesellschaft zählen andere Werte. Der Tod wird lieber ausgegrenzt, er soll nicht sichtbar sein.
Mittlerweile funktioniere ich nach außen hin einigermaßen - für die anderen.
Es ist jetzt doch ein Jahr her, also sollte ich dieses doch überwunden haben und wieder ins normale Leben zurückkehren. Es wird gescherzt und gelacht und ich lache manchmal mit, das erwartet man doch von mir, obwohl ich es gar nicht möchte.

Ich merke, dass oft vermieden wird, deinen Namen zu nennen und über dich zu sprechen. Man denkt, dass es mir Kummer bringt. Aber du bist sowieso immer in meinen Gedanken und wirst es auch bleiben. Ich werden deinen Namen immer nennen, die Erinnerungen hüten, denn sie sind sehr wertvoll in meinem Leben geworden.

Ich stehe vor der Unfallstelle und an deinem Grab, lese deinen Namen - auf dem Stein, oder auf der Tafel - dort, wo ich ihn nie lesen wollte. Obwohl ich weiß, dass du nicht dort bist, kann ich meine Tränen nicht unterdrücken.
Die Jahre, die du auf Erden weiltest, waren zu schön.
Ich vermisse dich und werde dich immer vermissen und jeden Tag bis zu unserem Wiedersehen, werde ich an dich denken.
Ein Stück von dir wird für immer weiterleben: hier bei mir, in meinem Herzen, in meinen Tränen und in meinen Hoffnungen und Träumen

Ein schwerer und trauriger Tag ist zu Ende gegangen. Ich frage mich, wo du nun bist.
Mein Glaube und meine Hoffnung bestehen darin, dass ich dich irgendwann wieder sehen werden. Ich werde dann wie in den glücklichen Tagen wieder mit dir, Patty, zusammen sein.


Memento

Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr,
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt, den eigenen Tod den stirbt man nur,
doch mit dem Tod des anderen muss man leben.

(Mascha Kaléko)


Danke an alle, die am 2.12.2016 und nicht nur an diesem Tage, an Patty dachten bzw denken, für die Kerzen und warmen Worte, die geschrieben wurden und werden. Danke an Filip, der Andrea und mich an die Unfallstelle begleitet hat und all die lieben Menschen, die Blumen, Gestecke und Kerzen, sei es an der Unfallstelle oder am Grab hinterlegt haben und weiterhin hinterlegen werden, um Patty zu gedenken und ihn nie vergessen lassen.